Portugal bereitet sich darauf vor, gemeinsam mit Spanien und Marokko zum ersten Mal Spiele der FIFA-Weltmeisterschaft auszurichten. Die Veranstaltung bietet eine einmalige Gelegenheit, die internationale Sichtbarkeit des Landes zu steigern und seine Position als Reiseziel sowie als Standort für Unternehmen und Investitionen zu stärken.
Laut einer vom portugiesischen Fußballverband in Auftrag gegebenen Studie von PwC könnte die Weltmeisterschaft einen geschätzten Beitrag von 700 bis 900 Millionen Euro zum portugiesischen BIP sowie Steuereinnahmen in Höhe von 312 bis 394 Millionen Euro generieren und zur Schaffung von 18.000 bis 23.000 Arbeitsplätzen beitragen.
Ein Impuls für Tourismus und Investitionen
Über die direkt mit dem Fußball verbundenen Auswirkungen hinaus könnte der Wettbewerb dazu beitragen, die Bekanntheit Portugals bei Millionen von internationalen Besuchern und Zuschauern zu steigern. Davon könnten Branchen wie Tourismus, Hotellerie, Handel, Dienstleistungen und der Immobilienmarkt profitieren.
Die Austragung der Spiele in Portugal wird sich auf drei Stadien konzentrieren – Estádio da Luz, Estádio José Alvalade und Estádio do Dragão –, die ursprünglich für die EM 2004 gebaut wurden und vor allem von Modernisierungsmaßnahmen profitieren dürften, wodurch der Bedarf an umfangreichen Bauarbeiten reduziert wird.
Auch die Algarve könnte davon profitieren
Obwohl sich die offiziellen Spiele in Portugal auf Lissabon und Porto konzentrieren, könnten sich die Auswirkungen der Weltmeisterschaft auch auf andere Regionen des Landes ausweiten. Die Algarve mit ihrem starken touristischen Angebot, ihren Golfplätzen, ihrem internationalen Flughafen und ihrem auf ausländische Käufer ausgerichteten Immobilienmarkt weist Merkmale auf, die von einer steigenden touristischen Nachfrage und der internationalen Sichtbarkeit Portugals profitieren könnten.
Für die Immobilienbranche können Veranstaltungen dieser Größenordnung eine Chance darstellen, das Interesse internationaler Investoren zu wecken, die Portugal nicht nur als Urlaubsziel, sondern auch als Standort für den Erwerb einer Zweitwohnung oder für eine Investition in Betracht ziehen.
Mit Blick auf das Jahr 2030 bereitet sich Portugal somit darauf vor, eines der größten Sportereignisse der Welt auszurichten – und die Auswirkungen könnten weit über die Fußballplätze hinausreichen.
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